-

Distributors

-

Up

Bookmark

Bookmark

PACO News

HETA spendet Material für Schutzmasken

06.05.20

Not macht erfinderisch: Nach diesem Motto spendet HETA Filtervlies für Schutzmasken

In Zeiten der Corona-Pandemie sind medizinische Schutzmasken heiß begehrt und aus diesem Grunde völlig überteuert. Daher wurden die Verantwortlichen von dem Unternehmen HETA Verfahrenstechnik aus Lich selbst tätig und suchten nach einer Lösung für die Herstellung von eigenen Gesichtsschutz-Masken. Da das Unternehmen auf industrielle Filter spezialisiert ist und sich gerne im Kampf gegen den Corona-Virus engagieren wollte, haben sich die Geschäftsführer und Gesellschafter dazu entschieden, die eigenen Filterstoffe kostenfrei für die Herstellung von Masken zur Verfügung zu stellen. Diese sollen anschließend an medizinische Einrichtungen in der Region gespendet werden.

 

Das Besondere: Die Masken bestehen aus einem Filtervlies, der bis Tröpfchen-Größe 50 Mikrometer aushält. Das ist vergleichbar mit den medizinischen FFP 2/3-Masken. Etwa 300 Mitarbeiter arbeiten in der PACO Gruppe an insgesamt fünf Produktionsstätten, eine davon ist die HETA Verfahrenstechnik in Lich. In den Werkshallen der Zentrale in Steinau an der Straße sind 170 Webstühle rund um die Uhr im Einsatz, weben feine Drähte die dünner sind als ein Haar. Heraus kommt ein Metallgewebe, das in den verschiedensten Industrien, z. B. in der Pharmazie, eingesetzt wird. So unterschiedlich die Filtermaterialien auch sind, ihr Zweck ist immer gleich – etwas separieren. Für die fertigen Produkte verwendet das Unternehmen hochwertige Filtermedien, die aus reinem Nylon oder Vlies bestehen. „Optimal auch für Gesichtsmasken“, erklärt Geschäftsführer Heiko Hensel. Denn auch FFP3-Masken bestehen aus einem Material, das eine gewisse Filterfeinheit besitzt.

 

Nachdem eine passende Anleitung für die Maskenherstellung im Internet gefunden wurde, fertigte Heiko Hensel gemeinsam mit seiner zehnjährigen Tochter Anna einige Prototypen an und justierten diese zu einem zufriedenstellenden Ergebnis nach. Im Anschluss daran wurde ein Aufruf im Licher Wochenblatt gestartet, um Näherinnen für die Masken zu finden. „Wir sind beeindruckt von dem Ansturm, mit so vielen Anfragen haben wir nicht gerechnet. Ich bin noch immer von der Welle der Hilfsbereitschaft aus Lich und Hungen begeistert,“ so Geschäftsführer Hensel. Weit über 30 Näherinnen meldeten sich, schneidern die Geometrien, um daraus die heiß begehrten Gesichtsmasken zu nähen. In wenigen Tagen wurden bereits 1500 Masken produziert. Die Näherinnen helfen freiwillig und unentgeltlich, das Unternehmen spendet den teuren Filterstoff. Dabei setzt der Filterhersteller auf Nachhaltigkeit, denn die Masken sind wiederverwendbar und können bei 70 Grad im Ofen wieder für den nächsten Einsatz aufbereitet werden.

 

Die ersten Masken wurden inzwischen an Altenheime in Lich und Reiskirchen verteilt. Aber auch Arztpraxen kommen in den Genuss der hochwertigen Masken, wie beispielsweise die orthopädische Praxis in Gießen von Dr. Wolfgang Leutheuser und seiner Frau. Als die erste Lieferung eingetroffen ist, waren die beiden sehr erfreut. Endlich ein sicherer Schutz. „Wir betreiben zu der Praxis auch noch ein Wundversorgungszentrum. Das sind Hochrisiko-Patienten“, betont Wolfgang Leutheuser. Petra Michel-Leutheuser ist erleichtert: „Jetzt können wir endlich ein wenig entspannter arbeiten. Unsere Mitarbeiter sind geschützt und wir auch. Dann kann man auch eine gute Sprechstunde anbieten.“ Weitere Arztpraxen wurden ebenso mit Gesichtsmasken vom Hause HETA ausgestattet. Auch Heiko Hensel ist zufrieden. Corona stellt auch sein Unternehmen vor Herausforderungen. Aufträge sind da, nur die Materialien werden knapp. Die Folge: Kurzarbeit. „Wir haben ein ähnliches Problem, nur auf anderer Ebene, bei dem uns gerade keiner helfen kann. Aber wir haben eine Lösung zu einem Problem, wo wir helfen können. Mit wenig Aufwand und dank der großartigen Unterstützung der Näherinnen, ohne die wir das auch nicht stemmen könnten. Hilfsbereitschaft und ein Miteinander sind alte Werte, auf die es gerade in so einer Krise wie jetzt ankommt.“

 

Weitere helfende Hände mit Nähmaschine sind herzlich willkommen, wobei Vlies und Schnittmuster zur Verfügung gestellt werden. Der Kontakt ist über die E-Mail-Adresse info@heta.de möglich.

Privacy settings saved.