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Gewebe

PACO Metalldrahtgewebe: Präzision mit Kette und Schuss

 

Drähte

Grundlage jedes hochwertigen Metalldrahtgewebes ist zunächst der genau richtig beschaffene Draht. Deshalb pflegt PACO bereits über Jahrzehnte hinweg engste Beziehungen zu den besten Drahtherstellern. Dies ist wichtige Voraussetzung dafür, um die Erfordernisse der Weiterverarbeitung bei PACO und spezifische Kundenanforderungen erfüllen zu können.


Beim Drahtziehen werden anfangs relativ dicke Vorziehdrähte (Durchmesser ca. 5 – 6,3 mm) durch Ziehsteine gezogen und dabei schrittweise im Durchmesser verjüngt. Durch den Zwischenschritten nach geschaltete Glühvorgänge werden sie rekristallisiert. Dies geschieht nicht zuletzt, um über den gesamten Ziehprozess hinweg die Güten (physikalischen Wertigkeiten) zu erzeugen, die PACO an einen perfekten Draht stellt. Die bei PACO eingesetzten Drahtstärken reichen bis zu Feinheiten von 0,016 mm (16/1000 mm). Die besondere Herausforderung für den Drahtzieher besteht darin, dass der geforderte Drahtdurchmesser vom ersten bis zum letzten Meter mit hoher Genauigkeit eingehalten werden muss – über Kilometer hinweg!


Alle bei PACO zum Einsatz kommenden Drähte werden erst nach einer intensiven Qualitätsprüfung für die Fertigung freigegeben.

Spezifikationen

Die Eigenschaften und Leistungsmerkmale von PACO Metalldrahtgeweben sind so vielfältig wie ihre Einsatzmöglichkeiten und die Anforderungen unserer Kunden. Hauptsächlich verarbeitet werden Edelstahldrähte aus den Werkstoffen 1.4301, 1.4401, 1.4541, 1.4571, 1.4550 - um nur einige zu nennen. 

Aber auch Drähte aus Kupfer, Messing, Zinnbronze, Nickel, Monel, Aluminium oder aus höherwertigen Legierungen wie Inconel, Incoloy, Hastelloy zählen zu den verwendeten Materialien. Die Durchmesser der eingesetzten Metalldrähte reichen von 0,016 bis 1,4 mm, wobei die PACO Entwicklung der Drahtverarbeitung in beide Richtungen geht - sowohl zu noch feineren als auch zu noch dickeren Qualitäten.

BASICS 1 Metalldrahtgewebe für Siebe und Filter.pdf

BASICS 2 Filtertressen.pdf

Glatte Bindung

Die „Leinenbindung“ ist die am häufigsten eingesetzte Webart. Ihr Vorteil besteht in ihrer Einfachheit bei engster Drahtkreuzung und hoher Präzision. Jeder zweite Draht wird eingebunden, wobei sich Kett- und Schussdrähte im ständigen Wechsel über- bzw. unterlaufen und gegenseitig fixieren.

Die Glatte Bindung garantiert die exakteste Maschenöffnung aller im vergleichbaren Feinheitsbereich gefertigten Gewebe, was Vorteile von Filtration über Siebtechnik bis Siebdruck bietet.

Köperbindung

Charakteristisch für die Köperbindung ist, dass mindestens je zwei Drähte eingebunden werden mit nachfolgender Versetzung um einen Draht. Diese besondere Bindungsart kann sich auf Kett- wie auch auf Schussfäden beziehen, was allein schon die Basis für die Variantenvielfalt der Köpergewebefamilie bildet.

Bedingt durch modernste Webtechnologie bieten auch die „normalen“ PACO Köpergewebe eine gute Bindungsstabilität, weisen jedoch – abhängig von der Kombination aus Draht und Maschenweite - einen leichten Diagonalverlauf auf, was zu rautenförmigen Maschen und einer gewissen Elastizität führt. Köpergewebe kommen z.B. bei Sieb- und Filterprodukten zum Einsatz.

Glatte Tresse DUPLEX

Der Namenszusatz „DUPLEX“ weist auf die Besonderheit der modifizierten Glatten Tresse hin: Statt nur eines dickeren Kettfadens werden zwei parallel liegende dünnere Drähte eingesetzt. Dagegen sind die Schussdrähte in klassischer glatter Bindung so eng wie möglich aneinander geschlagen. Die daraus resultierende besondere Geometrie ermöglicht, dass das Gewebe absolut plan liegt. Dies prädestiniert die Glatte Tresse DUPLEX für den Einsatz in der Filtration z.B. als Filterplatten, Druck- und Vakuumfilter. Dafür sprechen auch entscheidende Vorteile beim Einsatz: Sehr gute Durchflusseigenschaften bei geringem Druckabfall, erheblich besseres Schmutzspeichervermögen als bei der einfachen Glatten Tresse sowie leichte Reinigung bzw. Regeneration. Auch eine glatte Tresse TRIPLEX mit drei Kettfäden und speziellen Eigenschaften ist verfügbar.

Glatte Tresse SPW

Ursprung der Webart Tresse ist das Flechten, bei dem das Material – z.B. Fäden - kreuzweise verschränkt wird. Da das Verkreuzen sehr variabel erfolgen kann, ist die Gewebefamilie der Tressen in Optik und Eigenschaften überaus vielfältig, Bei der Glatten Tresse SPW werden die Schussdrähte so eng wie möglich in (glatter) Leinenbindung aneinander geschlagen.

Da die Kettfäden dicker als die Schussfäden sind, erhält das Gewebe eine hohe Eigenstabilität bei relativ kleiner Maschengröße. Die Glatte Tresse SPW kommt bevorzugt in der Filtration zum Einsatz, weil sie sehr gute Filtereigenschaften besitzt und sich gleichzeitig leicht vom Filtrat reinigen lässt.

Tresse PACO-HF (Highflow)

Im Prinzip entspricht die Webart PACO HF der normalen Glatten Tresse: der dickere Draht bildet die Kettrichtung, verläuft also parallel zur Rollenlänge. Das Besondere jedoch ist der erheblich dünnere Schussfaden, sodass eine theoretische Verdopplung der Porenöffnungen erzielt werden kann. Im Vergleich zur normalen Glatten Tresse ist die Filterfeinheit zwar ähnlich, die Durchflussleistung dagegen erheblich größer – deshalb Highflow. Als vorteilhaft hinzu kommt ein im Vergleich sehr viel höheres Schmutzspeichervermögen. Mit einem filterwirksamen Querschnitt von 28 – 42 % je nach Spezifikation liegt die PACO HF konkurrenzlos an der Spitze vergleichbarer Filterfeinheiten.

Köpertresse DTW

Auch bei der Köpertresse werden die Schussdrähte besonders dicht aneinander geschlagen. Doch durch die Köperwebart gelingt es, doppelt so viele Schussfäden wie bei der Glatten Tresse zu verweben. Der engste Kugeldurchgang wird durch drei sich in unterschiedlichen Richtungen kreuzende Schussfäden gebildet und formen gemeinsam mit den Kettfäden einen nach zwei Seiten offenen Kanal. Die besondere Struktur der Köpertresse führt zu einer hohen Filtriergenauigkeit aber auch zu einem nur kleinen filterwirksamen Querschnitt. Die Folge ist eine eher geringe Schmutzspeicherfähigkeit, das Gewebe wächst relativ schnell zu und die Durchflussleistung fällt entsprechend schwach aus.

Breitmaschen-Köpertresse BMT

Im Gegensatz zur konventionell gewebten Köpertresse werden bei der breitmaschigen die Schussdrähte locker und nicht lichtdicht aneinander geschlagen. Dies führt einerseits dazu, dass die Exaktheit der Filtertrennungswerte einer klassischen Köpertresse nicht erreicht wird. Andererseits ist der Genauigkeitsgrad immer noch ausreichend bei hohen Durchflussleistungen, geringem Druckverlust und guten Regenerationseigenschaften. Die Gewebeoberfläche der Breitmaschen-Köpertresse ist beidseitig glatt, was eine leichte Reinigung unterstützt.

Umgekehrte Panzer-Tresse

Die Panzertresse wird auch als „umgekehrt“ bezeichnet, weil bei ihr die Kettdrähte relativ dünn sind und die Schussdrähte dagegen vergleichsweise dick – also genau umgekehrt wie bei normalen Tressegeweben. Die umgekehrte Tresse bringt exakt definierte Porenöffnungen mit sich, die schräg zur Gewebeoberfläche angeordnet sind. Bedingt durch die größere Anzahl von Kettfäden steht ein deutlich gesteigerter freier filterwirksamer Querschnitt zur Verfügung. Er beträgt je nach Spezifikation ca. 21-25%. Daraus resultiert auch eine gute bis sehr gute Schmutzspeicherkapazität der RDW-Filter. Die Umgekehrte Tresse wird in den Varianten „schwer“ und „leicht“ ausgeführt. Wobei die leichtere Ausführung durch die besondere Kombination von Drähten und Drahtanzahl einen gesteigerten filterwirksamen Querschnitt von 25-38% erzielt.

Umgekehrte Köpertresse RDTW

Eine weitere Konstruktion aus der Gewebefamilie der Umgekehrten Tressen ist die in Köperwebart. Dabei sind die Kettdrähte ähnlich wie bei der normalen Umgekehrten Tresse RDW ausgelegt. Den Unterschied macht der in Köperbindung eingeschlagene Schussdraht aus. Mit dieser Konstruktion wird erreicht, dass der Kettfaden durch die entstehende Verformung physikalisch nicht zu stark belastet wird. Die Stärke dieser Gewebeart ist deshalb ihre Eignung für Einsatzzwecke mit hoher mechanischer Beanspruchung.